Klimo Elektrostaten - Erinnerungen

  • Hallo Leute,


    hatte das hier schon mal in einem anderem Forum gepostet, leider keine Antwort, jetzt versuche ich es mal hier!
    Es wird euer Gedächtnis gefragt! Also als ich als jugendlicher HiFi jünger noch keine 18 Jahre alt (1966 Geboren) war und zum ersten die High End im Frankfurt (Neu-Isenburg Gravenbruch) besuchte, waren im Raum von Klimo auch Elektrostaten zu sehen. Das muss wohl so 1982 oder 83 gewesen sein. Die Elektrostaten waren mit wunderschöne hölzernen Linsen versehen und vermutlich wurden Quad ELS57 Mitteltonpanelen verwendet.


    Wer Erinnert sich und kann etwas zu den Elektrostaten sagen? Gibt es Bilder oder weiterführende Informationen ggf. im Web? Was führte dazu dass die Elektrosteten nicht lange angeboten /bebaut wurden?


    Welche Lösung wurde für den Bassbereich eingesetzt. Soweit ich mich erinnere wurden mindestens zwei Größen angeboten.

  • Hallo Leute,
    ich möchte nach so vielen Jahren noch mal auf Klimo zurückkommen,


    Von Gerd hatte ich erfahren als er noch unter uns war (Gott hab ihn selig) dass die Verteilerlinsen aus Flugzeugsperrholz aufgebaut waren
    und sowohl vorne als auch hinten am Paneel montiert waren, somit erklärt sich der 8 Eckige Aufbau. Es gab unterschiedliche Höhen 135 cm und 200 cm.
    Betrieben wurden die Teile mit direkt gekoppelten OTL Endstufen ->HOCHVOLTVERSTÄRKER mit 4 8086 Röhren und 2500V Anodenspannung.
    Als ESL wurden in der Tat Quad ELS57 Mittelhochton Paneele verbaut. Bin mehr denn je an einer Reproduktion interessiert und würde gerne mehr über die Verteilerlinsen und deren Konturen und Abmessungen erfahren, kann jemand zwischenzeitlich etwas dazu sagen? Ein Bild wäre echt klasse.


    pertube

  • Zitat

    Original von pertube
    Harald gibt es den Lautsprecher noch bei deinem Freund oder sind das historische Bilder?


    Er hat den Lautsprecher nicht selbst besessen. Das Foto dürfte von Dusan Klimo gemacht worden sein.


    Ist wirklich historisch und schon lange her. Es wurde aber ein Pärchen bei uns in der Gegend verkauft. Vielleicht läßt sich da noch was in Erfahrung bringen.


    Zitat

    Original von pertube
    Interessant auch diese Reparaturstorry http://mail.audiokarma.org/forums/showthread.php?t=352331


    Interessanter Link. Kannte ich noch nicht. In Post Nr.7 wird auf eine Geschichte und die Probleme verlinkt die ein Beveridge Besitzer mit einem deutschen Esl "Reparatur-Shop" hat. Ich hab bei dem Herrn vor längerer Zeit auch schon Geld für ein Esl-Coating in den Sand gesetzt. Da scheint sich nichts geändert zu haben wenn Mails ins Leere laufen oder man komische Ausreden vorgesetzt bekommt.
    Jedenfalls hatte ich dann genug Motivation auch in Sachen Coating die Reparatur meiner Quads selbst in die Hand zu nehmen.


    Grüße,
    Harald

  • Habe heute einfach mal Herr Klimo angerufen, er ist sehr hilfsbereit sagt aber auch dass in den 90er Jahren das letzte Mal ein Lautsprecher verkauft wurde und gab mir auch ein Adresse wo ich mal Nachfragen soll. Fotos und Unterlagen sind leider abhanden gekommen, Herr Klimo ist schon seit einiger Zeit im Ruhestand.


    Interessant war aber dass die damals mit Beveridge gesprochen hatten und die Verteilerlinse in Anlehnung aber modifiziert gebaut wurde. Es gab kleinere Modelle für die Quad Mitteltonpaneele und größere mit Audiostatic und Acoustat Paneele. Aufwendig war wohl die Herstellung der Verteilerlinsen die bei einem Tischlermeister gemacht wurden leider ist der zwischenzeitlich schon verstorben. Je länger ich mich mit der Materie beschäftige desto interessanter wird es. Ich selber betreibe eine Capacity (Drahtstator) Paneele, könnte mir schon gut vorstellen eine Verteilerlinse zu bauen. Linse wurde ja auch in einem Patent veröffentlicht http://www.freepatentsonline.com/3980829.pdf . Denke dass die Formgebenden Versteifungen /Führungen auf eine Portal-CNC Maschine gut und exakt zu fertigen wären – Versuch macht klug oder? Hat jemand Tipps oder Interesse eine Gemeinschaftsprojekt daraus zu machen?


    Weiter interessante Patente zu Elektrostaten hier
    <a href="http://www.audiocircuit.com/DIY/Electrostatic-Speakers/Article src=atents-on-electrostatic-loudspeakers">http://www.audiocircuit.com/DI…lectrostatic-loudspeakers[/url]



    Um noch mal auf der Gespräch mit Herrn Klimo zurückzukommen, interessant war das er sagt dass der direkt gekoppelte OTL von Beveridge die Paneele sehr gut im Griff hatte. Das wurde durch eine spezielle Rückkopplung erreicht bei vielen anderen OTL Verstärkern kommt es zu Flatterbewegungen der Membrane (Folie) wenn die Paneele groß ist. Andererseits ist es ziemlich schwierig kleine Paneele mit einem dynamischen Lautsprecher zu koppeln. Vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit Herrn Klimo zu besuche und mit Ihm zu plaudern.


    Beste Grüße


    pertube

  • sorry ich bekomme das mit dem Link nicht hin nach dem www kommt
    .audiocircuit.com/DIY/Electrostatic-Speakers/Article:Patents-on-electrostatic-loudspeakers


    der Smily muss raus dafür ein ":" und ein großes "P" alles zusammen!

  • Hallo Zusammen,


    bei den oben abgebildeten Lautsprechern handelt es sich um die Audiostatic ES400.


    [Blockierte Grafik: http://www.hifi-zenit.de/images/elektrostaten/neu400.jpg]


    Bildquelle: HiFi-Zenit.de


    Ich konnte die ES400 einigemale bei einem guten Bekannten hören und war unheimlich beeindruckt.


    Letztes Jahr konnte ich ein Paar ES400 ergattern, leider in kaum spielbarem Zustand.
    Herr Perez in Neunkirchen hat die Audiostatic zu meiner vollsten Zufriedenheit überholt und ich bin einfach Happy damit.


    Wie sich herausgestellt hat befand sich genau dieses Paar ES400 ehemals im Besitz eines weiteren Bekannten, welcher früher wohl einen guten Kontakt zu Dusan Klimo hatte.
    Sehr oft sollen die ES400 nicht gebaut worden sein, wohl 10 bis maximal 15 Paar, und mein Bekannter meint sich an einen Preis von 20TDM zu erinnern.


    Mehr Infos kann ich leider auch nicht beisteuern.


    Gruß,
    Volker

  • Vor paar Jahren habe ich angefangen das Schallleitsystem von Beveridge nachzuzeichen.
    Nachdem ich feststellte, das das Gehäuse riesengroß wird, habe ich den Weg nicht weiterverfolgt.


    Der gezeigte ESL hat allerdings eine schlichte Eleganz, die der Beveridge abgeht. :-)


    Mit genauen Zeichnungen und gutem Holz ist so eine Schalllinse ganz sicher herzustellen.
    Eine CNC habe ich jederzeit im Zugriff.
    Wer macht die Zeichnungen? :-)


    Grüße


    Karli

  • Hallo Karli,
    Also die Zeichnung ist nicht das Problem (wenn auch nicht 100% original), wie bekommst Du das digitalisiert und in G-Code umgewandelt?


    Dann müsste so eine Art Montagevorrichtung hergestellt werden auf denen die Spanten(ich nenne die formgebenden Teile einfach mal so) befestigt werden und die einzelnen Lamellen (Flugzeug-Sperrholz 1,5 mm oder etwas dünner) aufgelegt werden und formgerecht eingepresst werden. Also mit so einer Art Gegenstück. Das müsste dann Lamelle für Lamelle erfolgen bis die gesamte Schalllinse fertig ist. Oder wie hättest Du das gefertigt?Grüßepertube

  • Jooo,
    ich denke mal das die Querplatten entsprechend zugeschnitten werden, mit den Schlitzen für die senkrechten Schallleiter.
    Dann die oberste Querplatte nehmen und die Schallleiter von oben einstecken, dann die nächste und so fort.
    Die Schlitze müssen natürlich minimales Spiel haben, damit die Schalleiter eingesteckt werden können
    Macht sich am besten das Holz vorher zu kaufen und nachzumessen, damit das exakt wird.
    Erfahrungsgemäß gibt es bei der Holzdicke da immer leichte Abweichungen.


    Eine vorhandene Zeichnung in fräsbares Format umzuwandeln ist für mich überhaupt kein Problem.
    Ich bevorzuge das COREL -Format , aber ich kann auch andere Formate wie DXF usw. verarbeiten.


    Vielleicht sollte erst ein Versuchsträger entstehen , so ca. 1 m hoch mit dem man experimentieren kann,
    ob das Ergebnis so ist wie gewünscht, bevor man sich an die 2m Variante herantraut. ;-)


    Volker Detailbilder wären genial.
    Bitte auch 1 x genau von oben und natürlich von hinten, und die Schallinse aus der Nähe-
    wenn ich mir was wünschen darf :-)



    Grüße


    Karli.

  • Eine andere Art der Montage wäre, alle Querträger auf eine Montageplatte im richtigen Abstand setzen -
    als den Rahmen den man eh braucht und die Schallleiter von von "oben" durch alle Querträger Stück für Stück durchzufädeln. Mal sehen was die Detailbilder bringen.


    Grüße


    Karli

  • Hallo Zusammen,


    Hallo Karli,


    die Querträger sind als Einzelteile ausgeführt und wie ein Puzzle zusammengesetzt.
    Möglicherweise wäre es einfacher den Querträger als ganzes Stück, mit entsprechenden Ausfräsungen für die Schallleiter, auszuführen und diese einzufädeln.
    Dazu müsste der Querträger dann etwas größer als benötigt genommen werden und zuletzt die Überstände abgeschliffen werden.


    [Blockierte Grafik: http://hartmanns-zeitreise.de/bilder/Linse%20000]


    Sorry Karli!
    Oben und Unten sind Abdeckungen montiert und ein 90° Blick auf den Querschnitt so nicht möglich.
    Ich hatte eh im Hinterkopf die Paneele auszubauen und die Schalllinsen gründlich vom Staub zu befreien.
    Wenn ich die Sache richtig erkenne sind die Abdeckungen lediglich mit Weißleim verleimt und mit dosierten Hitze sollten sich die Verleimungen Beschädigungsfrei lösen lassen - schau'n mer mal.
    Allerdings komme ich hierzu frühestens im Juli, ab 08. genehmige ich mir 3 Wochen Urlaub und größere Reisen sind nicht geplant.


    Noch paar Details


    [Blockierte Grafik: http://hartmanns-zeitreise.de/bilder/Linse%20001]


    [Blockierte Grafik: http://hartmanns-zeitreise.de/bilder/Linse%20002]


    [Blockierte Grafik: http://hartmanns-zeitreise.de/bilder/Linse%20003]


    Bilder von Hinten gibt's dann wenn die Paneele ausgebaut sind.


    Gruß,
    Volker

  • Wow Volker,


    Vielen Dank, das sind superklasse Bilder!
    Kannst Du uns bitte noch paar Maße von Deinem ESL verraten *ganz lieb frag* ? :-)


    Zwischenabstand der Querbretter
    Dicke der Schallleiter (ich nehme an 2 mm?)
    Dicke der Querbretter (ich denke so 6-8mm?)
    Tiefe der Schallinse bis zum ESL
    Breite der Schallinse ohne senkrechte Balken (die gesamte Brettbreite)
    Gesamthöhe
    Gesamttiefe
    Gesamtbreite


    Danke Dir!!


    Dann -denke ich- haben wir soviel an guten Informationen zusammen,
    das ein Muster gebaut werden kann.


    Grüße
    Karli

  • Hallo Karli,


    werde ich dann mal heute Abend den Zollstock schwingen.


    Die ESL von Dusan Klimo im Posting 4 haben 8 "Abteile", meine haben 13 "Abteile".
    Meine kommen so ungefähr auf 230cm Höhe, habe die Biester gerade noch so in unseren Mondeo Kombi reinbekommen.


    Bis dann und Gruß,
    Volker

  • Soderle,


    dann mal ein paar Maße.


    Dicke der Schallleiter: 1,5mm
    Dicke der Querstreben: 6mm


    Abstand der Querstreben: 16cm
    Querstreben:
    -Gesamtbreite: 28,5cm
    -Tiefe an den Seiten: 14cm
    -Tiefe in der Mitte: 22cm
    -Abstand zum Paneel: 1cm


    ES400:
    Gesamtbreite: 36,5cm
    Gesamthöhe: 227cm
    Tiefe an den Seiten: 20,5cm
    Tiefe in der Mitte: 30,5cm


    Bedenken habe ich dass die Schallleiter ihre Form halten wenn sie einfach nur durchgefädelt werden. Ich denke dass die Schallleiter vorher über einer Form gebogen werden müssen, so ähnlich wie im Bootsbau oder so.


    Gruß,
    Volker

  • Hallo Volker,


    das hast Du prima gemacht - Danke für Deine Meßarbeit!
    Das sieht doch gut aus! :-)


    Das Birken - Flugzeugsperrholz ist sehr elastisch, das wird sogar zusammengerollt versendet.
    Ich denke erstmal nicht, das da was vorgebogen wird. Das müssen die eingeschlitzen Querbretter halten.


    Ich habe mal bissel recherchiert, das 1,5mm Material scheint es relativ preiswert gegenüber
    dem dünnerem oder dickerem Sperrholz zu geben.
    Für die 1m Variante könnten lieferbare Streifen 1m x 25 cm verwendet werden.
    Nach der Patentschrift müssten die Schalleitungen eh alle gleich lang sein und dürfen
    nicht unter 1,5cm Breite sein.


    Ich würde vorn den Abschluß als "Kreisauschnitt" gestallten, könnte so optisch etwas in die Richtung
    Martin Logan gehen...Ich werde die Tage eine Zeichnung vorbereiten und zur Diskussion stellen. :-)


    Alternativ wäre ev. sogar eine Fertigung aus Plexi- oder Acrylglas denkbar?
    Als Schallleiter dann dickere Folien? Optisch würde das sicher interessant aussehen.
    Ob es dem Schall gut tut, müsste man halt ausprobieren - betreff Dämpfung + Reflexionen usw..


    Grüße
    Karli

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