Subwoofer "Eight" Von Klang und Ton

  • Hallo zusammen,


    ich bin so beim Stöbern auf den Dipol Subwoofer "Eight" ( Klang und Ton - Ausgabe 2/2008 ) gestolpert.


    Da drängt sich natürlich die Frage auf, wie kann man die träge Sprungantwort (Dipol Sub. bspw.4my bei 20-250Hz) so anpassen, dass es ein harmonisches Klangbild mit dem ESL (Sprungantwort bspw.1my) ergibt - ohne die bereits vielfach erwähnten hörbaren Laufzeit unterschiede zu hören.


    Ich stell mir das mal wie immer ganz eifach vor:


    20 - 250Hz = 4my
    250Hz - 28.000 Hz = 1my
    Diff. in der Laufzeit = 3my



    Man nehme eine Aktive Frequenzweiche die alle Frequenzen oberhalb von bspw. 250 Hz soweit verzögert an den ESL weiter gibt, das es für die Ohren harmonisch klingt. Ist es technisch überhaupt möglich, die Musiksignale ab bspw. 250Hz um die Zeiteinheit von 3my später an den ESL abzugeben?


    Wie sind Euere Meinungen bzw. Erfahrungen dazu?


    Gruß


    transfer

  • Moin moin,
    ohne weiter Technische Details zu checken sage ich mal ja geht.Also im PA Bereich ist das Normal wenn zB.mit BR Woofern und Linearreys gearbeitet wird ,oder andere Setups.
    Ich glaube Huberts DSP kann das auch ausgleichen.Mal recherchieren..
    Grüsse Roland

  • hreith


    also das Signal kommt von der Vorstufe und wird vor der HV OTL Endstufe via DSP in den Frequenzbereichen aufgeteilt. Wenn das so funktioniert, wie kann ich denn dann die Laufzeit vom ESL und Sub anpassen. Zudem müssten noch ggf. die unterschiedlichen "schnellen" Endstufen angeglichen werden.


    und das ist mit DSP möglich?


    Wo ist der schwachpunkt?


    Damit hätte man doch die möglichkeit in den untersten Oktaven den ESL erheblich zu entlasten...oder versteh ich da was nicht?



    transfer

  • Hi transfer,


    jeder Zweig hat nicht nur die frei einstellbare Filter sondern auch eine frei einstellbare Verzögerung. So kann man also z.B den ESL-Zweig zusätzlich verzögern und den SUB-Zweig nicht.
    Die Delayeinstellung kann in ca 0.01ms-Raster (1/96kHz) vorgenommen werden was in etwa einem 3,5mm-Raster entspricht.
    Die maximal mögliche Verzögerung wird vom Speicher bestimmt und beträgt 21ms, also ca 7,2m


    Der "Schwachpunkt" besteht darin, dass es eben ein dsp ist und Analoganhänger damit ein psychologisches Problem haben könnten.

  • transfer,
    deine Gedankenrichtung war auch meine ,deshalb bin ich auch auf das Digitale Pferd vom Hubert aufgesprungen,und entlaste so meine Folien effectiv vom Subbassbereich und kann so extrem hohe und saubere Pegel erreichen.
    Vollbereichsfolie hin und her,sie braucht und kann aber nicht 20 oder 30 Hz mit Nennschalldruck reproduzieren.Wenn du den Folien das direkt entziehst klingt es homogener Stressfreier und lauter.Wer dann noch viel im Subbereich braucht ,arbeite weiter digital und Zeitgesteuert mit einer oder mehreren Pappen.
    ..und was soll ich sagen ,habe die letzten 15 Jahre mit durchgängig Röhrentechnik Musik gehört,vermissen tue ich sie nicht.
    Da ich bei Bedarf den Röhrenausgang vom CD benutze ,oder auch nicht. ; )
    Grüsse Roland

  • Hi,


    wer heutzutage immer noch dogmatisch auf analoges bzw Klirr-gesoundetes steht, der hört halt Platte mit Röhre.


    Den anderen eröffnen sich bei entsprechender Offenheit bezgl. digitaltechnik Möglichkeiten, die weit über den vermeintlich positiven effekt von superoodoo LSP-kabel und Klangschälchen hinausgeht.


    Capaciti

  • Hi transfer,


    1. ein DSP ist kein allerheilmittel, auch wenn man das perfekt bedienen und einstellen kann. Wenn die Grundvoraussetzungen der lautsprecher nicht stimmen, dann wird das nie was.
    2. Mach nicht den selben fehler nochmal und versuche irgendwas Unbekanntes miteinander zu kombinieren
    3. Hol dir ne anständige Soundkarte und ein kalibreirtes Mikro von Ift-Elektronik, zusammen für ca. 170 Euro, lad dir freeware arta runter und installier das auf dem PC und dem Labtop.
    4. Im internet findest du massenweise anleitungen zum messen mit Arta. Erst wenn du das bedienen kannst und aussagekräftige messungen vorliegen macht das ganze sinn.
    5. Hier im forum gibt es genug leute die anscheinend einen topklang hinkriegen, aber nicht mal in der lage sind objektive messwerte dar zu legen. Was sich schei... misst, klingt ganz ganz selten gut, was sich sehr gut misst, klingt auch zu 90% entsprechend.


    Welche lautsprecher willst du denn aufpolieren ???



    Capaciti

  • Hi Micha,
    in diesem Zusammenhang

    Zitat

    Was sich schei... misst, klingt ganz ganz selten gut, was sich sehr gut misst, klingt auch zu 90% entsprechend.


    wie sieht denn eine gute Messung für die ELS denn aus? Zu den Höhen soll der Frequenzgang abfallen, ok , aber ein Beispiel würde da doch mehr bringen. Gruß, Günter

  • Hallo transfer,
    wenn du die Subs vorziehst, dann kannst du Laufzeitunterschiede ausgleichen. Damit hast du aber vielleicht ein neues Problem, weil du dich von dem Ideal einer punktförmigen Schallquelle entfernst.
    Läuft der Sub bis 250 Hz hoch, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass er auch noch bis mindestens 1000 Hz hörbare Signalanteile aussendet, die du hörst und die mich zumindest stören. Daher habe ich mich jetzt für Vollbereichselektrostaten von Dirk entschieden und die Entscheidung nicht bereut. Die Panels von Dirk gehen locker bis 25/ 30 Hz runter, wobei ich zugebe, dass ich ich kein Tiefstbassanhänger bin und so jetzt gut ohne die Subs auskomme.
    Gruß bunjo

  • Hi Günter,


    mit der aussage bezgl. guten messwerten geht natürlich die passende charakteristik für den jeweiligen schallwandler einher.


    Z.B. wird ein Vollbereichs-ESL mit einem linearen Fgang bei 1 m gemessen (und das ist ja die übliche, weil standardisierte Methode) auf üblichen abhördistanzen zu wenig Tieftonpegel abliefern.



    Capaciti

  • transfer,
    würde Dir empfehlen erst mal die Füsse still zu halten.
    Je nach Raum und restlicher Musikperiferie , Hörgewohnheiten,..lass dem Lautsprecher erst mal Einspielzeit.
    Als dann wirst Du einige Zeit zum aufstellen und Ausrichten brauchen.Wenn dann nach 1-2 Monden immer noch ein Gefühl von zu wenig Bass beklemmt,kannst Du ja Geld ausgeben.
    Ich glaube kaum das dich das Gefühl erreichen wird,mit den Folien von Dirk bestimmt nicht.Sei dem Du hast manchmal das Bedürfnis es richtig brachial krachen zu lassen,so wie ich als Musiker,dann kann es sein das Du eine Bassunterstützung brauchst ,sonst beiweitem nicht.Zumal ich die kleinen Doppelfolien habe.
    Groetjes Roland.

  • Hallo zusammen,

    erst mal Vielen Dank für die Erklärungen von allen.

    Mein Gedanke bzw. Frage bezog sich auf die technische Machbarkeit und dem daraus reultierendem Klang. Es war in erster Linie ein Gedanke - und da schien mir ohne konkreten Kentnisse von DSP (hab´s auch noch nicht gehört - kann mir daher kein Urteil erlauben) das ganze recht interessant zu sein.

    Da ich kein Techniker bin, der in der Lage wäre, anhand von Messungen Rückschlüsse auf den Klang zu schließen, denke ich trotz allem das es eine Interesannte möglichkeit mit dem DSP ist.

    Da ich leidenschaftlicher Musikhörer bin, wäre das einzige Problem für mich, die korrekte Einstellung von einem DSP Modul zu finden...was nützten mir unglaubliche Möglichkeiten, wenn ich das ganze nicht richtig Interpretieren kann.
    Daher auch die Frage, wer DSP denn Einstellen würde - ich trau mir das nicht zu, da ich in erster Linie die Technik nutze...aber nicht"Programiere" bzw. nicht bereit bin, erst mal einige Semester an Grundlagen für mein Hobby zu opfern.....das überlass ich lieber denjenigen, die wirklich den Draht zu der Materie haben - ich habe halt andere Fachgebiete.

    Fazit: möglich ist es - ob´s den klingt bzw. passt muß jeder für sich entscheiden.

    Mal sehen was daraus wird...

    transfer

  • hallo transfer,


    es wäre zu einfach, wenn ein DSP das Problem löst. Eben mal schnell verzögert und schon macht´s Klick und der Sound stimmt. Wenn es so einfach wäre, hätten Dsp´s in Verbindung mit Subs Hochkonjunktur.

  • Da gibt es doch wahrlich viel sehr inteligente Menschen die schon lange vor uns Lösungen gefunden haben und sie auch praktizieren.
    In der Beschallungstechnik lange eine Usus und nicht mehr weg zu denken,in Hifi Foren immer noch diskutiert.Da gibt es doch mengen Professioneller Webseiten die dieses Thema anschneiden und besprechen bzw.erklären.
    Wie zb.audiotechnologie.eu oder http://www.ifbcon.de/publicati…utsprecher-Controller.pdf
    eine nette Erklärbärseite ist auch sehr umfassend;
    http://dbtechnologies.com/imag…atalogue%20PRO-GERMAN.pdf
    Grüsse Roland

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