Mein Besuch bei Günter (GAS)

  • Heute war es soweit. Ich habe mit GAS einen Hörtermin abgestimmt und bin seiner Einladung gerne gefolgt.
    Ich war sehr gespannt, wie seine E2.5 im Vergleich zu meinen spielen, zumal er mit dem Hifi-Akademie CD-Player DSP-optimiert hören kann. (Ich habe ein Problem mit S-Lauten, die statt in der Mittezu verharren, immer in den linken Kanal ziehen. Veränderungen in der Aufstellung haben hier bislang keine Besserung gebracht. An den vorgeschalteten Geräten liegt es auch nicht)


    Auch ist es immer schön, die Leute aus dem Forum persönlich kennenzulernen.
    Nach gelungener Anfahrt und 200km Autobahn konnte ich dann Angelika, Günter und den Irish-Setter kennenlernen.


    Und das vorweg:
    Es hat mir sehr, sehr gut gefallen, ich habe mich wohlfüllen dürfen und wurde herzlichst betreut. Und ein Lob an die Kochkünste von Angelika und Günter. Klasse!!


    Neben dem Faible für Hunde / Setter haben Günter und ich auch einen Hang zu offenen Vehikeln. Und eine weitere Gemeinsamkeit waren die Avantgarde-Hörner, welche wir beide besaßen.
    Also konnte sowieso nichts mehr schiefgehen.
    Wir haben dann begonnen, Musik zu hören. Gestartet wurde mit Stockfisch-Aufnahmen und Kari Bremnes. Und schnell war klar:
    Was hier spielt, ist schon eine richtige Hausnummer. Die Bühne ist hervorragend ausgeleuchtet, Instrumente und Stimme haben Körper und wirken äußerst real und lebendig. Der Baß ist im Vergleich zur eigenen Kette zurückgenommen und Mitten sowie Höhen wirken crisper und durchsichtiger. Günter erklärte mir, daß er den Bass um ca. 5dB abgesenkt habe.


    Nach einigen weiteren Hörproben und einer kurzen Einführung in das DSP gab es superleckeres Essen in Kombination mit einem Portugiesischen Rotwein. Danach wurde weiter gehört, u.a. nun auch mit einer Loreena McKennitt "To Drive the cold winter away". Hier habe ich daheim extreme Probleme mit den og S-Lauten. Das spielte bei Günter einfach klar aus der Mitte. Es passte. Wir haben dann auch mal das DSP ausgeschaltet. Hier wurde dann der Bass mächtiger, aber es ging auch Transparenz im MTH-Bereich verloren. Die S-Laut-Problematik war etwas größer, aber nicht mit bei mir daheim vergleichbar. Also wieder zurück auf die Wiedergabe mit DSP.
    Günter hat mir auch einmal die Messung mit ARTA vorgeführt.



    Leonard Cohen klang sehr körperhaft und brachte dem Zuhörer dieses "Feeling" entgegen.


    Wir haben natürlich auch die Hifi-Akademie Poweramps gegen die Tubeland-Röhren gehört.
    Hier habe ich gemischte Gefühle: Die Röhren spielen emotionaler, körperhafter und bieten mehr Raumtiefe.
    Die HA-Amps spielen dementgegen nüchterner und etwas kühler. Der Bass ist allerdings strukturierter (straffer) und die Breite der Bühne erschien mir größer. Auch empfand ich den HMT-Bereich etwas frischer und sauberer.
    Bei Leonard Cohen würde ich die Röhren vorziehen, bei den Stahlseiten einer Gitarre widerum die HAs. Wohl dem, der die Auswahl hat. :1311:


    Zum Abschluss haben wir mit Thessink noch die Capaciti-LS-Kabel mit Günters Silberkabeln verglichen. Bei den Capacitis entstand ein wenig der Eindruck, das sie lauter und "fetziger" spielen, aber auch etwas weniger Substanz mitbringen.


    Insgesamt ist zu hören, daß Günter mit sehr viel Detailarbeit und System seine Anlage bis hierhin "entwickelt" hat. Diese Kette ist hervorragend abgestimmt. Und so wie ich Günter kennengelernt habe, ist noch nicht Ende der Fahnenstange.



    Dann war es leider wieder Zeit, den Heimweg anzutreten. Die Zeit verging wie im Fluge und mir bleibt nur noch zu sagen:
    Danke für die Super Zeit bei Euch.


    LG
    Stephan

  • Moin Stephan,
    es freut mich, dass es Dir so gut gefallen hat. Leider liegen halt doch über 200 km dazwischen, um das öfters zu wiederholen. Danke auch für deine Einladung, aber da warten wir die kommende "Roadster-Jahreszeit" ab.

    Grüße, Günter

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