Reckhorn H-80

  • Für die meisten Normalboxen Hörer ist das nicht soooo interessant, aber die Dipolgemeinde hat ja wohl eh noch Platz in den Ecken. Ich fahre 2 Reckhorn H-80 zu den ML Aerius und kann mir nix besseres vorstellen. Perfekt !! Nicht so ganz einfach die Hörner auf die Schnellewandler abzustimmen, aber normale Subs dürften noch schwieriger sein... Und diese Fronthörner machen präzisen Bass bis 20Hz und wabbeln nicht nur bis 40Hz wie die meisten Bassreflexwürfel. Zu dem Preis kann ich nur sagen: ausprobieren !! Ich habe 2 sansui B-2102, bei ML 200W und Sub 2W auf der Anzeige. Da gehen also auch kleinere Verstärker, müssen aber 2Ohm stabil sein oder auf 8Ohm angeschlossen werden. Alternativ nur einen Sub mit 2x4Ohm. Reckhorn hat da ja auch da was im Angebot... Der Wirkungsgrad ist echt Hammer und nix Gedröhne. Und Reflexionen schlucken sie auch noch wegen dem Pelz :1309:
    Da hören sich geliebte alte Scheiben gleich ganz anders an - im positiven Sinne !!! Alte Dire Straits oder Van Halen zum Beispiel - die waren immer so hell ohne Bass und auf einmal isser da...


    Cheers,
    soundbarrier.

  • Hatte ich schon...
    Hab noch 2 über ;)


    Die Reckhörner sind fürs Geld nicht schlecht!


    Wenn man Sie bei 80Hz trennt wummern Sie und wenn man den THD misst wird einem bei 20 Hz ganz anders. Aber bei dem Preis gibt es nicht zu meckern! Ich hab zudem B-Ware bekommen die noch mal halb so teuer war. Hut ab vor der Idee.


    Hör Dir mal einen einfachen ADAM Studiosub - nicht mal einen von den großen - an und Du wirst verstehen was ich meine. Die sind so dermaßen viel trockener und besser in allen belangen, aber halt für etwas mehr Geld. Obwohl... 2 H80 plus Verstärker kostet ja auch schon was... Der Adam Sub-10 liegt bei 799 EUR und ist definitiv besser. Hate ich so ausprobiert bevor ich die Hummeln blind gekauft habe.


    Ich hab (auch ein Tip) schlicht 2 Klein und Hummel O810 Studiosubs im Wohnraum stehen. Die gehen bis (je nach Einstellung) 10 Hz oder auch 6.5, je nachdem wie laut ich Sie mache bevor ich die Raumkorrektur draufsetze und überschüssigen Pegel wieder wegrechne. Das ganze ist dann linear bis mindestens 10 Hz und die Verzerrungen sind immer noch lächerlich gering.


    LHBL

  • Moin LHBL,


    vielleicht hast du Recht, aber ich bin ein Fan von genialen Konstruktionen und nicht von dicken Geldtaschen und elektronischen Hilfsmitteln. Daher lieber Fronthorn ohne was, anstatt Bassreflex mit Helferlein. Vielleicht wird das Ohr überlistet, aber eigentlich kann bei BR nix gutes rauskommen. Ist wie bei schnellen Fahrzeugen: vollgestopft mit Elektronik ist keins besser als ein leichter Lotus Super 7 oä.... Und ich habe schon viele Subs gehört und nicht mal die fetten von avantgarde waren so präzise. Gut - kommt immer auf den Hörraum an, aber wer ein WZ anstatt Studio hat, kommt an den H-80 nicht vorbei !! (Oder hat zu viel Kohle zum Spenden...) Und die Verzerrungen sind im Bassbereich nicht schlimm !!


    Ausserdem ist es ja ein Erfahrungsbericht...


    Cheers,
    soundbarrier.

  • Hi soundbarrier,


    ich will das Teil auch nicht schlecht reden :) Ich sag ja: Fürs Geld ist das ziemlich gut fand ich. Und mit DSP Korrektur sogar richtig hörbar.


    Allerdings bin ich Perfektionist das eigentlich alles angeht und hab daher für mich die H80 nur als Zwischenlösung angesehen, vor allem als mal wenig Geld für Musik übrig war...


    Grüße


    LHBL

  • Servus ,
    @ Hubert
    Ist ein nicht halbes oder ganzes Bassgerät ...,der Lautsprecherarbeitet auf eine geschlossene Kammer und auf eine offene Resonator Kammer, die ihre Öffnungen definiert zur Wand hin zeigt und so die Wanflächen ala Klipsch Eckhorn als Mundfläche benutzt.
    Grüsse Roland

  • Hi Roland ,


    wenn ich eine BR-Box in dei Ecke stelle dann wird daraus weder ein Horn noch ein Klipschhorn.
    Die Abmessungen des H-80 sind wesentlich zu klein um eine hornartige Wirkungsweise in Bass erreichen zu können. Das was die Ecke bringt ist eher unter raumakustischen Gesichtspunkten zu sehen und würde so auch z.B mit einer geschlossenen oder BR-Kiste auftreten.


    Vom groben hinsehen erkenne ich im H-80 ein in einem geschlossenen Gehäuse eingebauten Treiber der über eine Vorkammer und einen definierten Schallaustritt an den Raum ankoppelt. Und genau das ist in meinen Augen eni Bandpass.


    Auf der site des Herstellers steht zu lesen:
    "Streng nach den Formeln müsste ein freistehendes Horn mit großem Basschassis für 20 Hz eine Länge von über 8 Metern haben und eine Hornöffnung von über 20 Quadratmetern."
    Das ist ja soweit richtig und genau davon ist H-80 eben extrem weit entfernt. Auch das Klipschhorn erreicht (inkl. Wände) keine 8m, seine Hornwirkung ist eher im oberen Bass angesiedelt, wirklicher Tiefbass kann selbst das wesentlich größere Klipsch nicht liefern.
    Erst mit Hilfe der extremen Anregung der Raummoden kann je nach Raumgröße sowas wie Tiefbass entstehen. Der Preis der extremen Modenanregung muss dann aber im entsprechend langsamen Ein-/Ausschwingen bezahlt werden.

  • Hi..


    Hab auch noch einen H80 zu Hause rumliegen.. Ich fand ihn nicht mal fürs Geld wirklich ok...
    Glaube auch das das Chassis mehr kann... Hab ihn ordnungsgemäß in der Ecke plaziert und sogar am Boden festgeschraubt. Das Ding machte bei mir keinen Tiefbass. Meine Capaciti X2 ging tiefer und war druckvoller als der H80.
    Präzise war er auch nicht wirklich. Meine Subs mit dem Vifa 26 WA 550 in 35 Liter CB taten da andere Welten in Präzision und Tiefgang auf. Dafür waren sie auch deutlich teuerer.......


    Gruß


    Volker

  • Also wenn aus dem H-80 kein Tiefbass kommt, dann hast du ihn entweder passiv betrieben oder verkehrt herum aufgestellt !! Oder dein Raum ist zu klein, denn der spielt auch mit...
    Bei mir funktioniert es ohne Probleme, kein BR Sub egal ob 10", 12" oder 15" und auch kein Eckhorn kam so tief und präzise und brauchte viel mehr Leistung !! Und wenn man die Methode nicht versteht, dann sollte man die Ingenieursleistung einfach anerkennen. Ist sicherlich keine klassische Bauform, aber wenn ich einen Pegelgewinn von 6dB im Tiefbass habe und in einer geschlossenen Kammer spiele, dann muss es was mit einem Horn zu tun haben.
    :1301:

  • Hi Soundbarrier,


    ich hab das Ding aktiv betrieben.. anders geht es nicht oder gibt es wirklich Leute die eine Passivweiche davorsetzen? :1306:
    Entzerrt habe ich mit einem DSP (Hifiakademie) Hab auch gemessen.. Am Hörplatz lief unter 50 Hertz fast nichts und auch Entzerrung brachte wenig Erfolg. Kann schon sein, das 40 qm mit 3 Meter Deckenhöhe zuwenig sind für das Reckhorn..


    Gruß


    Volker

  • Huhu,


    kann es sein dass das Gehäuse nicht ganz dicht war oder der Treiber ne Macke hatte? Ansonsten kann ich mir das nicht erklären...


    Tiefgang hatten die (beiden) bei mir ohne Ende, nur halt nicht sauber. Im Tiefbass lagen die Oberwellen auf dem Niveau des wiederzugebenden Tons.
    Aber tief gibs allemal.


    LHBL

  • Hi Leute,


    also man kann maximal den Physiker beschei.., aber nicht die Physik !
    Aus begrenztem Volumen und mit begrenzter Fläche sind auch die Tiefbassfähigkeiten begrenzt.
    Tiefgang oder was auch immer ist überhaupt kein Problem - wenn man andere Parameter opfert!
    So kann man auch aus einem 25mm Hochtöner problemlos 20Hz holen. Allerdings nur mit geringem Wirkungsgrad und nur geringem Pegel.....
    Je kleiner das Volumen und je kleiner die Fläche desto geringer der Wirkungsgrad. Man kann den Wirkungsgrad auch verbessern - dann spielt das Ding eben nicht mehr so tief ...
    Wenn der Hub und die Belastbarkeit des Treibers begrenzt ist, dann ist eben auch der Schalldruck begrenzt. Man kann den Schalldruck auch erhöhen, dann benötigt man eben mehr Hub und/oder mehr Fläche ....


    Es ist doch völlig egal wie der H-80 nun genannt wird, man hätte ihn auch Fritz oder Schalldruckwunder nennen können. Das ändert überhaupt nichts an der Wirkungsweise oder den physikalischen Grenzen.


    Um bei 20Hz einen hörbaren Ton zu erzeugen, muss dieser am Hörplatz so laut sein, dass er über der Hörschwelle des Menschen liegt. Und dann kann man ihn gerade so warnehmen, von wirklich Spaß ist man dann noch sehr weit entfernt. Alleine von den groben Abmessungen kann man sowas von einem H-80 nicht erwarten.

  • Auch wieder wahr...
    Bei den sweep Messungen die ich ja regelmäßig mach kam zumindest noch der Messpegel - ich weiss aber nicht mehr mit wieviel dB ich gemnessen habe. Ich nehm ja Rücksicht auf meine Nachbarn ;)
    Mit den beiden Hummel Woofern vibrieren allerdings selbst bei moderaten Messpegeln die Türen - da ist etwas mehr da hinter - und ich steuer die mit höchstens -20dB Referenzpegel an und betreibe Sie in der leiseren Einstellung mit ich glaube 104dB bei Vollaussteuerung. ;)

  • Hier mal eine Messung eines Woofers, den ich in einem rechteckigen Raum in die Ecke gestellt habe. Der Woofer ansich liefert im Nahfeld einen sehr linearen Verlauf von 30Hz bis 1kHz. Alle Abweichungen davon sind dann aufstellungs und raumbedingt.


    [Blockierte Grafik: http://nacl.de/audiomap/woofer_ecke.gif]


    Die Position in der Ecke regt die Moden maximal an und führt darum zu einem maximal welligen Verlauf. Unterschiede von mehr als 25dB je nach Frequenz sind eher die Regel als die Ausnahme.
    Im gezeigten Beispiel führt die Eckaufstellung ja bei ca 28Hz zu einer Überhöhung von ca 17dB. Wenn der Woofer also von sich aus gar keinen Tiefbass hat und bei 28Hz schon um 17dB abgefallen wäre, dann würde dies durch die Raumreso ausgeglichen.
    Im Beispiel ist auch eine Senke bei 50Hz zu sehen. Diese kann so nicht ausgeglichen werden ...
    Hinzu kommt noch, dass diese Überhöhungen und Kerben auch vom Hörplatz abhängig sind.


    Es ist also völlig egal was man für einen Woofer hat. Man wird sicher eine Kombination aus Aufstellung und Hörplatz finden bei der zumindest ein oder 2 Basstöne kräftig angeregt werden. Mit einem ausgewogenen Bassverlauf hat das dann aber nichts zu tun.

  • Ich habe keine Ahnung was ihr mit den genialen Dingern gemacht habt, bei mir isses perfekt !! Der Treiber hat Aufhängungen wie Bratwürste und steht einem sunfire nix nach (ausser beim Preis). Ich habe schon so vieles ausprobiert (DIY) und habe noch nie so einen geilen Bass unter 50Hz gespürt und gehört. Und der Wirkungsgrad ist sowas von hallo, dass ich schon überlegt habe meine Röhren daran zu betreiben (verkehrte Welt). Jeden Tag drehe ich den Pegel runter und nicht weil er schwammig ist, sondern durch präzises Pumpen den Elektrostaten den Rang abläuft...
    Vielleicht hört ihr einfach nur Mucke, die keinen echten Tiefbass hat ?? Oder habt einen modernen CD Player, der nur wenig Tiefbass produziert ???? 16/4 rulez !!


    :1311: cheers, soundbarrier

  • und zwar hier...


    Wer auch immer wo ruled - das sind meine Messungen mit Acourate und die sehen ziemlich so aus wie Huberts.
    Allerdings war mein Ansatz damals recht radikal:
    Die H80 spielten VIEL lauter als meine damaligen Capaciti Prototypen (an einer NAD2600A), daher wollte ich Sie bewusst viel zu laut laufen lassen und schlicht so weit beschneiden bis der F-Gang einigermaßen passt und hoffentlich noch genug Pegel über ist.
    Im ersten Chart sieht man vorher/nachher, und es ist offensichtlich das man die Teile unkorrigiert nicht benutzen kann :)
    Nach der Korrektur sieht es deutlich anders aus. Die Verzerrungen sind hier allerdings nicht zu sehen und sind wirklich schon sehr hoch. Dazu kommt, dass meine (B-Ware wie gesagt) zum Dröhnen neigten. Das Gehäuse ist halt praktikabel aus Papp und Span - aber eben nicht gerade resonanzfrei...
    Spannend ist, dass die Sprungantwort vor der Korrektur unbenutzbar aussieht.
    Nach der Korrektur widerum scheint es ein brauchbarer Bass zu sein.


    Fazit: Ohne Korrektur auf keinen Fall, schon gar nicht zu Elektrostaten!
    Mit einer in den Impuls eingreifenden Korrektur sieht es anders aus, allerdings müsste man zumindest meine Kisten erstmal dröhnfrei bekommen.


    Zudem habe ich in Bezug auf die tiefste Reso ca. 40(!)dB klauen müssen bis es linear klingt. Sprich wenn Die Teile nicht so laut in den Ecken spielen würden ginge das gar nicht, weil nur noch ein leises Lüftchen heraus käme.


    Ich habe allerdings nie Maximalpegel gemessen, und bin recht Sicher dass Sie an Ihren Grenzen waren. Und dass die ganze Zeit.


    Die Hummeln sind das Gegenteil. Regen die Moden weniger an, haben irre Reserven und verzerren kaum bzw. "nicht".
    P.S: Von wegen kein Bass. Wenn Du wüsstest wer Hubi und ich so sind und was wir so machen - beruflich oder in Sachen Hifi-Hobby - würdest Du die Theorie wir wüssten nicht was "escht eschter Bass" ist vermutlich nicht weiter verfolgen...

  • "Übrigens: an einem bescheidenen Rotel 850 hat der H-80 Sub alles weggekickt, war besser als die avantgarde Bass Hörner unter 40Hz !!!"


    Sorry aber mit dieser Aussage kickt man sich selber ins Aus der Unglaubwürdigkeit.


    Mit freundlicher Unterstützung Bassgernehörer,Roland.

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