PS Audio Power Plant Premier ,bringt das was ?

  • Hallo
    Wollte mal hier im Forum anfragen ob jemand schon erfahrungen mit dem Audio Power Plant Premier hat. Das Gerät soll den Strom quasi komplett neu " aufbereiten " und sauberen Strom produzieren . Das hat natürlich seinen Preis .....und ob es auch was bringen soll ,klanglich gesehen ?

  • Hallo trashman30,


    etwa schon alles an Musik durchgehört?....sorry wird ein wenig OT:399: !:


    Zu Deiner Frage: Hab da eine Idee - wir gründen die Firma HighEnd Green Power AG....garantiert sauberer Strom mit nahezu bisher für unmöglich gehaltene Molekülaufbereitung in zwei Verionen:


    HE Green T: nur für Transistoren
    HE Green VK : nur für Röhren


    ...und Speziell für Mitglieder aus diesem Forum: Green ESL PowerTech die neueste Stromversion für Elektrostaten - nur Selektiere Handverlesene Moleküle aus garantiert unbelasteten Atomkraftwerken!


    Wir Arbeiten mit Hochdruck an einer DIY Stromversion mit Vollmondberauschten Strommolekülen - Lassen Sie sich von uns Verarschen - Sie machen es für die Umwelt (Umwelt = mein Konto)- damit unsere Kinder auch.......usw...... und erhalten eine Grüne ESEL Plakette Gratis dazu!!


    sorry....:368: .....versuch doch einfach mal diverse Wundergeräte zum Testen zu bekommen - und wenn Du der Meinung bist, damit Klingt es bei Dir besser dann ist es doch o.k. - und wenn´s dann noch Finanziell passt........dann ist die Welt doch in Ordnung.


    tranfser

  • Hallo,

    also, wenn man das ganze mal genau betrachtet, ist der Ansatz der Idee für ESL doch gar nicht mal so übel - nach meinem Empfinden jedenfalls. ich leite das aus der eigene Erfahrung ab, dass mein ESL auch mal Dinge von sich gab, die nicht im Geringsten was mir der Musik zu tun hatten, die ich abgespielt habe.

    Ich hatte damals das Gefühl, dass da ein gratis "beigepackter" kleiner Radioempfänger seinen Dienst ganz leise im Hintergrund verichtete. Da gab es mal ein undefinierstes Wispern, mal ein störendes Brummen, mal ein unangenehmes Sirren. All das kam definitiv nicht vom Verstärker! Also musste das innerhalb des ESL "entstehen".

    Mag sein, dass zumindest Teil davon direkt aus dem Stromnetz kam. Wenn dem so ist / war, dann hätte so ein "Aufbereiter" durchaus auch seine Berechtigung. Ob das nun gerade das oben besagte Modell sein muss, oder ein Anderes, lasse ich dabei mal ganz außen vor. Da die ESL grundsätzlich eh fast keinen Stromverbrauch haben, bietet sich so eine saubere "Vorfilterung" durchaus an.

    Ich werde das in der Zukuunft auch mal selbst testen, habe aber in den nächsten Monaten definitiv keine zeit dafür. Ich hoffe mal, dass ich zu Weihnachten wieder etwas Luft bekomme und dann gehe ich diese Sache auch mal an. Dann werde ich darüber auch berichten.

    Klausi

    Wer Musik mag sollte sie nicht nur hören, sondern genießen! Ich tue das.
    Die ehrlichste Form der Anerkennung ist - Neid
    Ein Leben ohne Musik wäre möglich - aber sinnlos. Es wäre ein Irrtum! (Nietzsche)

  • Am besten stelle ich mein bike ins Wohnzimmer schliesse die ESL ans Dynamo und fange zu strampeln beim Musikhören , garantiert sauber ,günstig und schweißtreibend erarbeiterter Strom :495: . ,scherz ;-)


    Wenn ich so ein Strom-Aufbereiter hätte, würde ich ja nicht nur die ESL daran anschliessen sondern auf jeden fall in erster Linie Verstärker usw. Aber schade das noch keiner Erfahrung hier gemacht hat ,obwohl der Klang sowieso super räumlich ist und ich sehr zufrieden bin , versuche halt immer noch was rauszukitzeln.... verständlich :1301:

  • Hallo trashman,


    natürlich ist "sauberer Strom" wichtig für die Funktion der Anlage - das Problem ist leider die exakte Beurteilung der Störfrequenzen bzw. schwankungen im Netz oder / und Umfeld.


    Ideal ist eine Akku Stomversorgung - leider teuer und aufwendig - und dann noch ein abgeschirmter Musikraum.....sollte ich doch mal Lotto Spielen?


    Berichte mal wie sich diverse "Stromreiniger / Optimierer" Klanglich bemerkbar machen.


    Gruß


    transfer

  • Die typischen Probleme kommen NICHT aus dem Netz sondern aus den Geräten !
    Typischerweise hat man einen Trafo zur Netztrennung und Anpassung der Spannung. Dieser geht über Gleichrichter auf dicke Elkos und daraus wird dann die Schaltung versorgt.
    Nun ist das Eingangssignal ja ein näherungsweise Sinus wären an den Elkos eine Gleichspannung mit fast der Scheitelhöhe anliegt. Zum Nachladen der Elkos muss die EIngangsspannung also größer werden als die an den Elkos - und das ist nur wärend eines sehr kleinen Zeitfensters der Fall. Je dicker die Elkos in den Geräten, desto kleiner das Zeitfenster und desto extremer der daraus folgende Impulsstrom. Der Impuls ist bei Verstärkern so stark, dass die Netzspannung zusammanbricht - das Dach des Sinus wird damit deutlich abgeflacht.
    Wirklcih übel wird es aber am Ende des Nachladeimpulses. Wir hatten ja eine Zeit mit hohem Stromfluß. Die Anschlußinduktivitäten und die vom Trafo werden nun dafür sorgen, dass dieser Strom aufrecht erhalten wird. Das erzwingt eine Rückspeisung der Energie aus den Elkos in das Netz. Übliche Dioden schalten viel zu langsam ab, besonders dann wenn sie vorher einen extremen Stromimpuls zu verarbeiten hatten.
    Der "Sinus" am Ende eines Nachladeimpulses sieht dann etwa so aus:


    [Blockierte Grafik: http://nacl.de/audiomap/img_6663r.jpg]


    Die daraus entstehenden energiereichen Störungen finden immer ihren Weg. Konsequent wäre ein Eingriff in den Geräten, den kann der normale Anwender aber nicht vornemen und behilft sich dann mit dem Bekämpfen der Symtome.
    Hilfreich wäre auch der Verzicht auf die "Überdimensionierung" der Elkos - nur lieben die "HighEnder" gerade große, fette Elkos und große, fette Trafos und so ist ein Problem auf dem Netz vorprogrammiert ...

  • Hallo hreith,


    Hm...gibt mir zu denken - aus dieser Sicht habe ich das noch gar nicht betrachtet. D.h. wenn man die Elkos und Trafo´s genau berechnet wird dieser Effekt nicht auftreten?


    Beispiel:


    Mono Endstufe mit 3 X LM 3886 betrieben mit einem 500 VA Trafo und 2x24V - Leistung ca 100Watt an 4 Ohm....wie komm ich dann an die Ideale Elko bzw. Trafo größe/ Leistung?


    Gruß


    transfer

  • Der Effekt tritt immer auf - nur wird er umso schlimmer, je dicker die Elkos und Trafos werden.
    Außerdem gibt es unterschiedliche Möglichkeiten die "Abriss-Störung" am Ende des Nachladezyklus zu reduzieren. Das sind aber Dinge die in die Gerätekonstruktion gehen und nicht oder nicht wirklich sinnvoll von außen durch eine vorgeschaltete "Spannungsaufbereitung" bekämpft werden können.

  • Hallo hreith,


    aber grundsätzlich könnte man mit einer Akku-Stromversorgung samt Elko diesen Effekten aus dem Weg gehen?


    Hab sowas für kleine Sachen wie Plattenspieler-Netzteil geplant.


    Harald

  • danke hreith für die aufürhliche beschreibung insider wissen :-) . also muss das gerät so konfiguriert werden damit die komponentnen miteinander harmonieren bzw. optimal zusammen passen .
    im endefekt wäre das doch eine abzocke ,netzfilter zwischen den gräten zu schalten,halt nur sinnvoll wenn ein störgeräusch hörbar wäre und das durch die filterung herausgenommen würde . in foren hatte ich schon öfters gelesen das der bass evtl. auch was dünner werden könnte usw.
    ein hersteller meinte mal , das es quatsch wäre, einen filter in die hifi kette zu schalten ,sind nur nachteile dadurch ,das wichtigste ist ,das ausphasen.
    trotsdem wäre das irgendwie interssant mal zu testen, einen power plant premier oder wie transfer beschrieben hat ein akku stromversorgung an die komponenten zu hängen.paktisch sauberer strom vom werk wo der sinus wenig toleranzen hat .

  • Zitat

    Original von hreith
    Der Effekt tritt immer auf - nur wird er umso schlimmer, je dicker die Elkos und Trafos werden.
    Außerdem gibt es unterschiedliche Möglichkeiten die "Abriss-Störung" am Ende des Nachladezyklus zu reduzieren. Das sind aber Dinge die in die Gerätekonstruktion gehen und nicht oder nicht wirklich sinnvoll von außen durch eine vorgeschaltete "Spannungsaufbereitung" bekämpft werden können.


    Hi Hubert,
    kannst Du das etwas genauer beschreiben, was Du damit meinst? Zugegeben, aus der Perspektive habe ich das Thema auch noch nicht beleuchtet, aber das sollte man schon beachten. Da gebe ich Dir recht. Mann, was man aber auch so alles beachten muss:359:


    Klausi

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  • Hi Klaus,


    was meinst du?
    Das mit dem Nachladeimpuls oder das mti dem Abriss?


    Ich befürchte aber, dass dies nicht wirklich zum Thema gehört weil es sich ja nicht auf das im Titel genannte Gerät bezieht.

  • Zitat

    Original von hreith
    Hi Klaus,


    was meinst du?
    Das mit dem Nachladeimpuls oder das mti dem Abriss?


    Ich befürchte aber, dass dies nicht wirklich zum Thema gehört weil es sich ja nicht auf das im Titel genannte Gerät bezieht.


    Hi Hubert,


    ich hatte das bezogen auf: "Der Effekt tritt immer auf - nur wird er umso schlimmer, je dicker die Elkos und Trafos werden."


    Was kann da gezielt gemacht werden und wie geht man da vor? Ist das mit zusätzlichen Bauteilen und an der richtigen Stelle zu machen? Ich hatte bisher immer parallel zu jeder Diode nich einen kleinen Sibatit geschaltlet. Das habe ich mal vor ich weiß nicht wie vielen Jahren irgendwo auf geschnappt und sit mir bis heute im Kopf hängen geblieben.


    Ist das eine Teillösung?


    Klausi

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  • Hi Klaus,


    mit 4 kleinen Kondensatoren über den Dioden ist da nichts zu machen, die sollen nur in dem Bereich wirken in dem der "Abriss" Störungen produziert. Bezüglich des größen Nachladeimpulses sind die Dinger wirkungslos. Mit ein paar Bauteilchen ist das so auch nicht wirklich lösbar.


    Nehmen wir mal einen class-a-Verstärker (oder eine Röhre) mit einer Leistungsaufnahme von 300W, schalten ihn ein und betrachten uns den Strom am Netz. Das wird in etwa so aussehen:


    [Blockierte Grafik: http://nacl.de/audiomap/strom_primaer_300w.gif]


    Am Anfang wird es einen extremen Impuls von an die 60A !!! geben. Wenn die Elkos halbwegs voll sind, dann bleiben Nachlade-Nadeln von ca 15..20A


    Ein class-ab mit vergleichbare Leistungsabgabe wird nur sagen wir mal 30W aufnehmen und so wären bei sonst vergleichbarer Konstruktion die Nachlade-Nadeln nur 1,5 .. 2A


    Und wenn wir einen class-d mit vergleichbarer (oder gar höherer) Leistungsabgabe aber einer Leistungsaufnahme von sagen wir mal 10W betrachten, dann sind die Nadeln eben nur 0.5..0.7A


    Noch kleiner bekommen wir es, wenn wir ein Schaltnetzteil mit Power-Faktor-Korrektur einsetzen. Dann wird der Strom im Netzeingang näherungsweise sinusförmig und wird so wesentlich weniger Störungen erzeugen. Nachteilig kann sein, dass Schaltnetzteile gerne Störungen in höheren Frequenzbereichen erzeugen die sie oft auf den Schutzleiter ableiten. Da der Schutzleiter oft mit dem Gehäuse und dies zumindest kapazitiv mit der Signalmasse verbinden ist kann das wiederum zu Problemen an anderer Stelle führen.
    Man kann sich also nicht aussuchen ob man Probleme hat. Man kann sich aber aussichen welche man hat und wie stark diese sind.

  • Hi Hubert,


    man merkt schon, dass Du Dich mit der Materie deutlich auseinander gesetzt hast. Daraus ziehe ich für mich den Schluss, dass ich gerade dem Netzteil noch viel mehr Aufmerksamkeit widmen muss, als ich bisher angenommen hatte.


    Hier kommt tatsächlich der Spruch zum Tragen: Mit den Netzteil steht oder fällt ein Verstärker.


    Da ist verdammt viel wahres dran und ich werde mir das doch noch mehr zu Herzen nehmen, als bisher. Für diese zusätzlichen Infos möchte ich mich schon mal bedanken.


    Klausi

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  • Ach ja, und wenn wir schon mal dabei sind..... Was die "saubere Stromversorgung" der ESL angeht, bleibt es dann ja wohl auch dabei, dass hier ebenfalls sehr viel Wert drauf gelegt werden muss. Klar, die übrigen Geräte in der Kette sowieso.

    Da liege ich doch hoffentlich richtig. Mir schwebt da immer noch diese "Überempfänglichkeit" für Schmutz aus der Netzleitung im Kopf rum.

    Klausi

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  • Oh, äähm so hatte ich das noch gar nicht gesehen.:1401: , aber gut, dass Du das mal erwähnt hast.

    Klausi

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  • Hi Klaus,


    bei einem normalen ESL gibt es keinen prinzipiellen Grund, warum irgend etwas aus dem Netz hörbar werden sollte. Von daher sind solche Effekte im konkreten Aufbau zu suchen.


    Ein ELS ist normalerweise ein symmetrischer Konstantladungs-ESL und desen Polarisierung ist zwangsweise extrem hochohmig. Es gibt also keine niederohmige Verknüpfung von der HV auf das Signal und damit auch keine Netz-Sörungs-Probleme.

  • Zitat

    Original von hreith
    Hi Klaus,


    bei einem normalen ESL gibt es keinen prinzipiellen Grund, warum irgend etwas aus dem Netz hörbar werden sollte. Von daher sind solche Effekte im konkreten Aufbau zu suchen.


    Ein ELS ist normalerweise ein symmetrischer Konstantladungs-ESL und desen Polarisierung ist zwangsweise extrem hochohmig. Es gibt also keine niederohmige Verknüpfung von der HV auf das Signal und damit auch keine Netz-Sörungs-Probleme.


    Hmm, warum hatte ich dann solche Signale hörbar, noch bevor überhaupt die Lala gestartet war? Nur ESL einschalten und schon waren die Geräusche, wie Sirren und Brummen zu hören. Nicht laut, aber doch bereits störend.


    Klausi

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