PS Audio Power Plant Premier ,bringt das was ?

  • Na weil es scheinbar einen schei... Konstruktion ist oder weil der Aufbau mangelhaft ist.


    Die oben ausgeführten Probleme sind prinzipieller Natur und treten darum prinzipiell immer auf, egal wie man das nun um Detail ausführt.
    Bei einem ESL und seiner HV gibt es aber keinen prinzipiellen Grund für Probleme und darum müssten deine Probleme in deinem konkreten Aufbau zu finden sein.

  • Hi transfer,


    es gibt nicht "das Ideal". Es gibt unterschiedliche Optimierungsrichtungen und die sind manchmal entgegengesetzt: wenn man den einen Parameter verbessert wird der andere schlechter.


    Wenn du an der Verstärkerschaltung eine möglichst konstante Versorgung haben willst, dann musst du die entweder Regeln oder extrem dicke Elkos benutzen - extrem diche Elkos erzeugen aber einen stärkeren Nadelimpuls.
    Wenn du den Nadelimpuls kleiner haben willst, dann musst du die Elkos kleiner machen - aber dann wird die Versorgung stärker schwanken.
    ....


    Wenn der Nadelimpuls klein bleiben soll, dann muss die Leistungsaufnahme reduziert werden, also kleiner Ruhestrom und geringe Verlußte - das geht nicht mit Röhren, das läuft zwangsweise auf class-d hinaus.


    Wenn du den Nadelimpuls prinzipiell vermeiden willst, dann musst du ein Schaltnetzteil mit PFC benutzen. Das jedoch könnte dir je nach Umfeld Masseprobleme erzeugen.


    Beantwortet das in etwa deine Frage ?

  • Überlegung:


    die Hauptaufgabe des PSAPPP liegt darin den Oberwellengehalt der Versorgungspannung zu reduzieren, sprich zu verhindern, dass herkömmliche Trafos (vorzeitig) in die Sättigung geraten.
    Durch z.B. Phasenanschnittsteuerungen (Heißluftpistole, Bohrmaschine etc.) entstehen zusätzlich Asymmetrien in der AC-Versorgungspannung welche dazu beitragen, daß es auch zu Potentialverschiebungen in dem nachfolgenden DC-Zweig kommen...kann.


    In wieweit es dann zu Ausgleichsströmen zwischen den Geräten der Audio-Kette kommt, hängt nun von deren Konstruktion und Arbeitsweise ab....(deshalb minimiert z.B. das " Ausphasen" diese Effekte).



    Also mich perönlich nervt´s wenn wieder jemand seinen BOSCH-Schrauber anwirft und meine Trafos lustig "mitsingen"...


    HGN

  • Hi HGN ,


    je dicker die Trafos desto niederohmiger sind sie auf der Primärseite - und damit sind sie zwangsweise empfindlicher auf kleine, zeitweise Potentialverschiebungen.
    Gerade Ringkerne gehen dann mal einseitig in die Sättiigung und brummen 10..30Sekunden mit kräftigem mechanischem Brumm vor sich hin bis das Netz wieder auf 0 ist.
    Um das zu vermeiden reicht aber ein Elko und ein Gleichrichter.


    Die Belastung des Netzes mit den Nadelimpulsen aus den Audiogeräten führt zwangsweise zu einem hohen Oberwellengehalt am Netz - und der liegt genau im Audiobereich. Und dazu muss man keine Heißluftpistole oder ähnliches anwerfen.


    "Ausphasen" soll die unterschiedliche kapazitive Kopplung des Trafo von der Primär auf die Sekundärseite ausnutzen. Das sind aber Effekte im deutlich höheren Bereich welche auch nicht so energiereich sind wie die selbst erzeugten Nadelimpulse. Zumal die selbst erzeugten Störungen ja auch auf den eigenen Trafo wirken und so eben auch über die eigene Kopplung in die Audioteile einwirken könnten.
    Je besser man diese Probleme in den Griff bekommt desto weniger Nertzprobleme wird man haben.


    Wenn die Anlage nur dann ein kleines Problemchen hätte wenn man die Heißluftpistole anwirft dann würden die meisten Musikhörer diese wohl einfach auslassen wenn sie Musik hören wollen :)
    Wenn die Anlage aber selbst Quell des übels ist ....

  • n´Abend Hubert,


    danke für deinen Hinweis mit der kapazitiven Ankopplung (reicht aber leider nicht gegen evt. Klirr...)!


    Als ultimative Lösung sehe ich nach wie vor: AKKU!!!
    Und DAS mit/in einem Röhrengerät.


    AMEN.


    HGN

  • "Als ultimative Lösung sehe ich nach wie vor: AKKU!!!
    Und DAS mit/in einem Röhrengerät."


    ==>
    - und wie lange hält dann so ein Akku?
    - wie wird er nachgeladen?
    - und was machst du wenn die EU-Regelung zur Begrenzung der Leistungsaufnahme kommt?
    - wie löst du die Entsorgung?
    - wie verhinderst du das Austreten giftiger Gase im Fehlerfall?
    .....
    Macht sicher Spaß weil es genau das Gegenteil von Vernünftig ist :)

  • "Macht sicher Spaß weil es genau das Gegenteil von Vernünftig ist..."


    aber das RICHTIGE ist...
    Dies ist kein auch Aufruf zur Meuterei gegen den 50HzTrafo...sondern soll nur den Weg des Idealen aufzeigen.


    Als potentieller Hersteller kann ich natürlich die von Dir aufgeführten (und weitere) Punkte nicht ignorieren, lassen sie sich jedoch mit entsprechendem Aufwand lösen.
    Letztendlich alles wieder eine Preisfrage - und was der Kunde für eine entsprechende Performance bereit ist auszugeben...


    Vernuft hat auf dem High-End-Sektor schon lange aufgehört zu existieren, ich sage nur blaue LED....:1301: und AMEN.

  • Bauen kann man auch Atomkraftwerke - alles eine Preisfrage (und eine vom Restrisiko).


    Wenn es um eine stabile Grundversorgung geht dann kann ein Akku hilfreich sein - muss aber nicht.
    Wenn man den Akku über das Netz nachläd, dann handelt man sich damit wieder alle Netzprobleme ein die man auch ohne Akku hätte.


    Ich kann mich an einen Kunden erinnern der einen Vorverstärker eines Mitbewerbers hatte. Der war von der Grundkonstruktion meinem ähnlich - und er lief aus einem Akku !
    Nach Angaben des Kunden hat meiner aber weniger gerauscht, weniger Störungen gehabt .....


    Ein Akku ist zunächstmal nur ein Bauteil. Es ist keine Garantie auf ein wie auch immer geartetes Ergebnis. Das Ergebnis ist immer davon abhängig was der Entwickler daraus macht.

  • Hi Hubert,


    "...dann handelt man sich damit wieder alle Netzprobleme ein die man auch ohne Akku hätte."


    Du gibst Dir selber die Antwort:
    "Das Ergebnis ist immer davon abhängig was der Entwickler daraus macht."


    "Nach Angaben des Kunden hat meiner aber weniger gerauscht, weniger Störungen gehabt ....."
    Das spricht doch nur für Dich! :1301:


    und zum Mitbewerbs-Konstrukteur gilt eben auch:
    "Das Ergebnis ist immer davon abhängig was der Entwickler daraus macht...."


    Deswegen sollte auch jeder seine Hausaufgaben ordentlich erledigen...wie ich es von einem "Fachmann" erwarte.

  • Hi innoxx ,


    also ich will da jetzt keine Wertung für oder gegen mich oder den Mitbewerb rausziehen.
    Ich wollte damit nur andeuten dass es eben eher auf das Konzept und seine Realisierung ankommt und nicht auf ein einzelnes Bauteil - auch dann nicht wenn das Bauteil ein Akku ist.
    Für mich ist ein Akku auch nur ein Bauteil wie jedes andere - es löst ein Problem und schaft 2 neue :)

  • Hallo hreith,


    nun es wird doch anscheinend sehr umfangreich....


    Wenn mann bspw. einen Amp mit Klassischer Auslegung (also "einfach" alles überdimensioniert) mit Nadelimpuls gegen einem AMP bspw. Class D mit Schaltnetzteil inkl. PFC (also ohne Nadelimpuls) vergleicht - wie würde sich das vom Höreindruck bzw. Hörtechnisch bemerbar machen?


    Gruß


    transfer

  • Das lässt sich so schwer vorhersagen.
    Messtechnisch wird das Gerät mit dem geringsten Leistungsverbrauch und dem PFC die geringsten Netzstörungen im Audiobereich erzeugen. Ob und wie sich diese dann dem Audiosignal überlagern könnten ist vom Umfeld und der Ausfährung abhängig.


    Stellen wir uns mal 2 Geräte vor die miteinander verbunden sind. Beide haben einen Kopplung vom Netz auf die Signalmasse.
    Vom Gerät zum Netz haben wir also eine Parallelschaltung
    - über die eigene Netzleitung
    - über die Signalleitung, durch das andere Gerät und dessen Netzkabel
    Je nach Impedanzverhältnissen wird sich der Strom aufteilen.
    Je stärker der eigene Nadelimpuls und je hochohmiger die eigene Netzleitung desto mehr wird über das andere Gerät fließen.
    Und diese Nadel kann dann eben zu entsprechend hörbarem Brumm, zu Intermodulation .... führen.
    Wenn man also z.B selbst Störungen erzeugt und diese über einen Filter abhält, dann kann das durchaus auch dazu führen, dass eben umso mehr über das andere Gerät fließt ... HF und Störungen können sehr eigenwillig sein und sie machen selten was man sich wünscht.

  • moin moin
    Da habe ich aber ein interessantes Thema eröffnet. Taucht schon tief in die Materie des Verstärker- Aufbau hinein .
    Also letzendlich hilft der saubere Strom nicht unbedingt sehr viel ,so wie ich das verstehe ,der in das Gerät fließt. Die Verstärker Konstruktion ist maßgebend und wie es dann umgesetzt wird de Elkos usw. :495:


    Da sind jetzt bestimmt einige am rumbasteln hehe

  • Na dann bin ich doch mal freiwillig On Topic ;)


    Ich hab ganz zufällig einen PPP und bin der Meinung dass der für die gesamte Anlage klanglich so einiges bringt.


    Allerdings hat Hubert natürlich recht mit seinen Hinweisen, und das ist auch der Grund warum z.B. HMS keine Stromwiederaufbereiter herstellt, sondern mit sehr hochwertigen passiven Filtern arbeitet, die genau auf die von den Geräten erzeugten Probleme abzielen.


    Wenn Du die chance hast, leihe Dir mal einen PPP und gleichzeitig eine dieser neuen 5-Dosen Filter von HMS. Und dann vergleich mal in Ruhe.


    Beides ist bei audiophiles-hifi.de erhältlich... (Und wird vermutlich auch verliehen)


    Meine ESLs reagieren mit der aktuellen Stromversorgung sehr, sehr positiv auf den PPP anstatt Sie in eine einfache HMS Energia zu stecken. Die großen HMS Filter sollen wie gesagt überlegen sein, ich habe es bisher aber noch nicht getestet.


    Grüße,


    LHBL

  • Als Nebeneffekt würde ich sagen auch was die Räumlichkeit angeht...
    Am auffälligsten war die plötzlich vorhandene Ruhe und nicht mehr vorhandene Nervigkeit im Klangbild. Also im Vergleich zumindest, denn ich fand es vorher weder unruhig noch nervig. Ich hatte wegen Steckdosenmangels im PPP die Netzteile in meiner vorhandenen 16 fach Energia in bereits gefilterten Steckplätzen. Ein Freund riet mir das doch einfach mal wieder auszuprobieren ob die auf den PPP vielleicht positiv reagieren. Ich hatte erst das Gefühl der erste dort (ppp) eingesteckte ELS wäre leiser. Also fix die Spannung kontrolliert und es waren weiterhin 3.5 KV! Also auch den anderen probiert und wieder mal gefreut :) Den PPP hatte ich ja schon :)

  • Nö hab ich nich - kannst Dir aber auch gern mal wieder anhören kommen :)
    Mit Bierchen oder Kaff natürlich.


    Tja nun die Subs stehen im moment mittig zwischen je 2 Helmholtzresonatoren, die frecher weise die Schallwand der XXL^2 minimal vergrößern ;)


    Ist gar nicht mal so schlecht :)


    Greetzs
    LHBL

  • es ist immer schwer das klangbild zu beschreiben. die jungs von stereoplay / audio haben bestimmt den doktor-titel in dem bereich gemacht .
    das gute an den ppp ist ,das man direkt umschalten kann in den quasi ungefilterten modus,so hat man den direkten vergleich und der ppp muss justiert werden am anfang ,netzspannung ,ganz wichtig.na ja ,wenn ich mal urlaub habe werde ich mich mal umschauen ,zweck ausprobieren.
    gruss aus kr.

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