Beiträge von hreith

    750W an 2 Ohm entsprechen einer Spannung von 39Veff.
    Das ist die gleiche Spannung, die sich
    bei 375W an 4 Ohm oder
    bei 180W an 8 Ohm oder
    bei 90W ab 16 Ohm einstellt.


    PA-Verstärker hoher Leistung sind oft darauf ausgelegt, dass sie mehrere dynamische Lautsprecher in Parallelschaltung antreiben könnten. Ein ESL hat aber eine ganz andere Impedanz - er ist in weiten Bereichen wesentlich hochohmiger als ein dynamischer Lautsprecher. Lediglich im Hochtonbereich werden ESL gerne niederohmig. Dort ist aber die Signalspannung bei Musik wesentlich kleiner.


    Was für den ESL und den Übertrager zählt ist vor allem die Spannung. 39Veff können auch von manch Röhrengeräten geliefert werden sofern die Last hochohmig genug ist - und genau das ist bei ESL eben oft der Fall.


    Setzen wir mal einen 1:80-Übertrager an, dann erzeugen die 39Veff am Ausgang eine Spannung von 3kVeff entsprechend 4,4kV in der Spitze. Das ist jetzt nicht ungewöhnlich.
    ESL werden wohl gerne so ausgelegt, dass sie mit einer Polspannung von 3-5kV betrieben werden und dass auch der Übertrager diese 3-5kV aushält. Wird die Spannung noch höher, dann sättigt die Luft zwischen den Statoren, es kommt zu Überschlägen.
    So gesehen liegen alle Werte voll im Rahmen des üblichen.

    Hi Klausi ,


    was unterscheidet bei so einem Lautsprecher den zum Test gegebenen Prototypen von einer vermeindlichen Serie?
    Nach meiner Ansicht kann es nicht viel sein. Die wichtigen Dinge wie die Technik, die Panelgröße, die Panelart ... werden kaum grundlegent verändert. Eher so Dinge wie Verarbeitungsqualität, Lackierung, Anschlüsse, Füße ....
    Von daher sehe ich keinen Grund, warum so ein vom Hersteller zur Verfügung gestelltes Vorserienmuster wesentlich anders sein sollte als die Serie. Nach meiner Erinnerung waren die Messwerte so weit weg von einem verkaufsfähigen Ergebnis dass man nur einen kompletten Neustart machen kann.

    Hi Händchen,


    um mal von der Polspannung wegzukommen möchte ich nochmal auf die Abstrahlung, die Öffnungsfläche und den Klirr eingehen.
    Bei einem Blechesl hat man ja das Problem, dass
    - man das Blech benötigt um den Antrieb zu machen
    - die Löcher benötigt damit der Schall raus kann
    Und wenn ich das recht in Erinnerung habe, dann hat man wohl üblicherweise einen Blechanteil von sagen wir mal 40%, dann noch 40% Loch und die anderen 20% gehen für die Isolierung drauf. Die Löcher macht man so klein und eng, dass es auch am oberen Übertragungsende noch keine wesentlichen Deformierungen der Folie oder Resonanzerscheinungen der Lochstruktur gibt.
    Wenn die Bleche versetzt sind, dann gibts wohl höheren Klirr als bei guter Deckung.


    Das hier vorgestellte Prinzip ist ja auch ein "Blechesl", ist halt etwas anders geformt.
    - die schalloffene Fläche ist sehr klein, also kleinen Wirkuingsgrad
    - die Lochung ist ungünstig weil wenige große Löcher, also schlechte Abstrahung und Interferenzen zwischen den Bereichen.
    - die Folie wird extrem ungleichmäßig angetrieben, also hohe Partialschwinungen, hoher Klirr ...
    - die Stäbe haben einen eher großen Abstand, das könnte bei hochohmiger Beschichtung eine geringe Kapazität geben - aber auch einen geringen Wirkungsgrad.


    Passt das alles so?

    Hallo Hasi11,


    Den elektrischen Ladungen geht es wie den Menschen - Gegensätze ziehen sich an.
    Die Polarisierung hat z.B. 3000V.
    Sie ist mit der Mitte des Übertragers verbunden, geht am anderen Ende auf die Folie.


    Ohne Signal haben wir damit an beiden Enden des Übertragers auch die gleiche Spannung. Da diese an die Rohre geht, haben also beide Rohr-Gruppen jeweils genau 3000V zur Folie.
    Beide Rohre werden also die Folie gleichstark anziehen.


    Nun betrachten wir mal dei Spitze deines 100Hz-Testtones und nehmen mal an, diese hätte 1000V.
    Dann wird zwischen der einen Rohr-Gruppe und der Folie eben 2000V sein, zwischen der anderen und der Folie 4000V.
    Nun wird also die eine Rohrgruppe die Folie stärker anziehen als die andere. Es gibt aber keine Abstoßung !!!


    Eine Abstoßung kann in deinem Fall nur duch die mechanische Folienspannung kommen denn die elektrische kann nur anziehen.
    Die elektrische Anziehung kann je nach Pegel mal klener, mal größer sein - aber es ist eben immer nur eine Anziehung und zwar an beiden Rohrgruppen.


    Wernn du dich etwas mehr mit Elektrostaten beschäftigen willst, dann schaue mal auf
    http://www.xs4all.nl/~mnierop/esl_boek_fikier/
    das hilft.

    Hi Patrick


    "..nur eben viel zu leise.."
    ==>
    Die Kraft welche man aus dem elektrischen Feld ziehen kann ist wesentlich kleiner als die durch magnetische Antriebe. Wird durch eine erhöhte Luftlast in einer AMT-Anordnung die Luftlast noch weiter erhöht, dann kann man das bei magnetischen Antrieben gut nutzen wal man ja mehr Kraft hat als man loserden kann. Bei elektrostatischem Antrieb ist das aber nicht der Fall so dass bei begrenzter Kraft eben die Hub sinkt. Gewonnen hat man dann - gar nichts.
    Ein ESL ist dann gut, wenn er groß ist. Und er ist besser, wenn er noch größer ist.
    Wenn es klein sein soll, dann sollte man wohl besser auf Techniken zurückgreifen die eine Miniaturisierung erlauben. Ich denke, dass Mivoc dass früher oder später erkannt hat.

    Hi Händchen,


    Hasi11 hat bisher folgende Hinweise gegeben:
    "Um Überschläge zu vermeiden habe ich dann 0,35mm Angelschnur spiralförmig um die Rohre gewickelt (ist auf den Fotos auch deutlich sichtbar) damit die Folie nicht zu dicht an die Rohre kommt.
    Heute alles kein Problem mehr, ich bekomme Rohre aus Material welches die Temperaturen problemlos übersteht oder noch besser, ich verwende Silikonschlauch, die Wanddicke kann ich mir je nach verwendeten Spannungen aussuchen."
    ...
    "Wenn ich die Folie aufziehe, sind 3 Seiten total frei, dann gebe ich bei hoher Lautstärke weißes Rauschen drauf und die Folie zieht sich selber in die beste Position."
    ...
    "So und nun stelle ich eine Behauptung auf, die ich beweisen werde.
    Der Mäanderstat kann an jedem Übertrager und an jedem Verstärker ohne Änderung betrieben werden, wenn die Spannung zwischen Stator und Folie < 8 KV ist.
    Anschließen und spielt!"
    ....
    "..aus einer ganz anderen Sparte komme und die Theorie bei mir beim Basiswissen aufhört."
    ...
    "Da die Folienspannung fehlt, klingt alles noch luftiger und leichter."
    ...
    ==>
    Ich denke es es ziemlich sinnfrei hier mit Argumenten zu kommen. Hasi11 kann/will diese nach seinen bisherigen Ausführungen wohl nicht verstehen. Muss man ja auch nicht wenn man damit zufrieden ist, dass überhaupt ein Ton rauskommt.

    Hi Oliver ,


    Ich denke, dass die 1000i den nicht oder nicht lange erledigt hätte.
    Bei der Raumgröße muss ein DiPol schon eine gewisse Breite haben oder er geht im Bass und Grundton komplett in die Knie.
    DiPole können in so einem Umfeld durchaus eine alternative sein da sie die Reflexionen von den Seitenwänden wengier, von Boden und Decke fast gar nicht anregen.
    Wenn du einen DiPol benutzen möchtest, dann gibt es neben den Elektrostaten noch die Magnetostaten - z.B. von "Analysis Audio"

    Bei 1kW und dem Wirkungsgrad würde ich eine Schalldruck erwarten der die Haare im Ohr unwiederbringlich flachlegt.
    Das war dann wohl so ziemlich das letzte, was der Hörer "gehört" hat.

    "Jedes Horn für sich Digital Befeuert mit 300Facher Leistung was die Chassis eigentlich verkraften."
    ...
    "6Stück am Block heist 6x 12" (Beyma lx60 modifiziert)..."
    ==>
    die Dinger kann man gar nicht mit der 300fachen Leistung versorgen. Wenn so ein Treiber sagen wir mal 300W aushalten würde, dann hätte der AMP ja 300x300=90kW !!


    Um im normalen Haushalt ein Elektrogerät noch betreiben zu können, darf es bei optimalem Phasenwinkel nicht mehr als 230Vx16A=3,6kW aufnehmen. Und damit ist bei ca 3kW Ende.

    Hier mal eine Messung eines Woofers, den ich in einem rechteckigen Raum in die Ecke gestellt habe. Der Woofer ansich liefert im Nahfeld einen sehr linearen Verlauf von 30Hz bis 1kHz. Alle Abweichungen davon sind dann aufstellungs und raumbedingt.


    [Blockierte Grafik: http://nacl.de/audiomap/woofer_ecke.gif]


    Die Position in der Ecke regt die Moden maximal an und führt darum zu einem maximal welligen Verlauf. Unterschiede von mehr als 25dB je nach Frequenz sind eher die Regel als die Ausnahme.
    Im gezeigten Beispiel führt die Eckaufstellung ja bei ca 28Hz zu einer Überhöhung von ca 17dB. Wenn der Woofer also von sich aus gar keinen Tiefbass hat und bei 28Hz schon um 17dB abgefallen wäre, dann würde dies durch die Raumreso ausgeglichen.
    Im Beispiel ist auch eine Senke bei 50Hz zu sehen. Diese kann so nicht ausgeglichen werden ...
    Hinzu kommt noch, dass diese Überhöhungen und Kerben auch vom Hörplatz abhängig sind.


    Es ist also völlig egal was man für einen Woofer hat. Man wird sicher eine Kombination aus Aufstellung und Hörplatz finden bei der zumindest ein oder 2 Basstöne kräftig angeregt werden. Mit einem ausgewogenen Bassverlauf hat das dann aber nichts zu tun.

    Hi Leute,


    also man kann maximal den Physiker beschei.., aber nicht die Physik !
    Aus begrenztem Volumen und mit begrenzter Fläche sind auch die Tiefbassfähigkeiten begrenzt.
    Tiefgang oder was auch immer ist überhaupt kein Problem - wenn man andere Parameter opfert!
    So kann man auch aus einem 25mm Hochtöner problemlos 20Hz holen. Allerdings nur mit geringem Wirkungsgrad und nur geringem Pegel.....
    Je kleiner das Volumen und je kleiner die Fläche desto geringer der Wirkungsgrad. Man kann den Wirkungsgrad auch verbessern - dann spielt das Ding eben nicht mehr so tief ...
    Wenn der Hub und die Belastbarkeit des Treibers begrenzt ist, dann ist eben auch der Schalldruck begrenzt. Man kann den Schalldruck auch erhöhen, dann benötigt man eben mehr Hub und/oder mehr Fläche ....


    Es ist doch völlig egal wie der H-80 nun genannt wird, man hätte ihn auch Fritz oder Schalldruckwunder nennen können. Das ändert überhaupt nichts an der Wirkungsweise oder den physikalischen Grenzen.


    Um bei 20Hz einen hörbaren Ton zu erzeugen, muss dieser am Hörplatz so laut sein, dass er über der Hörschwelle des Menschen liegt. Und dann kann man ihn gerade so warnehmen, von wirklich Spaß ist man dann noch sehr weit entfernt. Alleine von den groben Abmessungen kann man sowas von einem H-80 nicht erwarten.

    Die Phase wird genauso wie der Pegel in der Regel aus einer Impulsantwort berechnet.
    Je nachdem. wann der Impuls kommt ist dann die Phase auch ganz anders.


    Wenn es bei richtiger Polung und richtigem Anschluß nach 180Grad klingt, dann scheint was faul zu sein.
    Du kannst auch beide Lautsprecher mal gemeinsam an einen Kanal des AMP hängen. Dann bekommen beide ja das exakt identische Signal.
    - Wenn es dann immer noch nach 180Grad klingt ist im Lautsprecher was falsch angeschlossen.
    - Wenn es dann nach 0Grad klingt wird in der Elektronik was gedreht.


    Eventuell hat auch jemand die Lautsprecheranschlüsse falsch herum mit dem Modul verbunden?


    "Kann ich aber leider nicht testen weil ich diese Schnittstelle an keinem Rechner habe"
    ==> was bedeutet das? Hat dein Rechner keinen USB-Anschluß?


    Du kannst das dspModul ja auch rasusziehen und das normale EIngangsModul reinstecken.

    Welche Phase ist das - ExcessPhase?
    In der Messung scheint die Laufzeit zum Mikro drin zu sein - das ist dann so kaum dem Lautsprecher anlastbar.


    Jedenfalls liegen die Phasengänge deiner beiden Messungen um ca 180Grad auseinander und zeigen so eine Verpolung an - wodurch das auch immer bedingt ist.


    Kannst du dir die Sprungantwort anzeigen lassen?